Liebe Skisportfreunde, anbei das Schreiben vom Tiroler Skiverband zur Beachtung.

Das Präsidium des Tiroler Skiverbandes hat in Abstimmung mit den sportlichen Leitern beschlossen, die Wettkampf-Sperre für Wettkämpfe unterhalb ÖM/FIS/IBU bis Ende Februar 2021 zu verlängern.

Der Entscheidung liegen folgende Überlegungen zugrunde:

  • Planungssicherheit:
    wie es nach dem Lockdown weitergeht ist noch ungewiss, mit der Absage aller WK bis Ende Februar erhalten Vereine/Sportler eine mittelfristige Perspektive mit besserer Planbarkeit und der Möglichkeit, sich entsprechend darauf einzustellen; ständige Verschiebungen sind arbeitsintensiver als definitive Absagen;
  • Vereine aus der Verantwortung nehmen:
    mit der Entscheidung will man verhindern, dass Vereine in das Dilemma geraten und entscheiden müssen, ob Rennen durchgeführt/abgesagt werden;
    damit verbunden ist der Schutz ehrenamtlicher Funktionäre;
  • Geschlossene Infrastruktur:
    Wettkämpfe auf Bezirks- und Landescupebene bedürfen einer gewissen Infrastruktur (Restaurationsbetrieb mit Verpflegung und der Möglichkeit zum Aufwärmen, WC-Anlagen etc.) – diese steht derzeit nicht bzw. nur beschränkt zur Verfügung;
  • Gesellschaftliche Verantwortung:
    der TSV sieht hier seine gesellschaftliche Verantwortung - die Ausbreitung des Virus soll durch Kontaktreduzierung eingeschränkt werden; Kinder- und Schülerwettkämpfe würden dem widersprechen;
  • Außenwirkung:
    die Durchführung von Rennen steht in krassem Gegensatz zur Verschärfung der Regierungsmaßnahmen (Distance-Learning, 2 Meter Mindestabstand, FFP2-Masken, Aufforderung zu Homeoffice etc.) – die teils bestehende Missgunst gegenüber dem Skisport erhält Nahrung und die fragile Aufrechterhaltung geöffneter Lifte wäre gefährdet;

 

Ordentlich ausgearbeitete Konzepte können das Risiko minimieren, jedoch nicht gänzlich ausschließen. Im Falle des Auftretens eines Clusters bei einem Nachwuchswettkampf würde der Skisport als Ganzes in ein negatives Licht gerückt werden.
Neben den zahlreichen und schmerzlichen Einschränkungen dürfen wir nicht das große Privileg geöffneter Skigebiete, Loipen und Schanzenanlagen aus den Augen verlieren. Der Ausfall von Wettkämpfen sollte jedenfalls nicht zu Resignation führen. Im Gegenteil: Die derzeitigen Umstände, dem Sport mit weniger Leistungsdruck, mehr Freude und Freiheit zu begegnen, sollten wir positiv sehen. In diesem Sinn sollten alle Skisportbegeisterten die derzeit idealen Bedingungen nützen und möglichst viel Zeit auf den Hängen, Loipen und Schanzen verbringen. Das Ziel von uns allen sollte deshalb lauten, stärker aus der Krise zu kommen.


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